Vom 14. bis zum 16. September war ich mit meinen Mitbewohnern und einigen Freunden in Mazamitla. Ein kleines Städtchen in den Bergen, ca zwei normale Autostunden außerhalb von Guadalajara, welches zu den "Magic Towns" von Mexiko gehört. Unsere Fahrt dauerte allerdings etwas über fünf Stunden, denn wir waren mit unserem neuen T2 Bulli unterwegs und mit neun Passagieren bewegt sich die "little Miss Sunshine" mit maximal 10-15 Km/h die Berge hinauf und zudem ist im dunkeln das Sichtfeld mit über dreißig Jahre alten Scheinwerfern sehr eingeschrenkt.
An diesem Wochenende haben wir den "Grito de Dolores", den mexikanischen Independence Day gefeiert. Hier wird der Beginn der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung aus dem Jahre 1810 gefeiert.
In drei gemieteten Bungalows in einem Ferienresort hatten wir ein super Wochenende. Samstags sind wir am morgen mit einer Wanderung zu einem Wasserfall gestartet. Nach ca. einer Stunde bergab sind wir dann auch angekommen und einige von uns haben auch den mutigen Sprung ins kalte Wasser gewagt und sich eine recht harte Dusche gegönnt.
Der Aufstieg zurück zu unserem Quartier war zu beginns sehr anstrengend, jedoch konnten wir mit einigem Verhandlungsgeschick einen Pick-Up-Besitzer davon überzeugen uns den Berg hinauf zu fahren. Mir war dabei ein wenig mulmig, da die Ladefläche nicht fest mit dem Auto verbunden war, doch ist am Ende alles gut gegangen und diese Erfahrungen gehören in Mexiko einfach dazu. Nach dem nicht übermäßig anstrengendem Ausflug haben wir uns dann mit mexikanischen Köstlichkeiten belohnt und haben mit den Vorbereitungen für den Abend begonnen.
Nach dem Abendessen ging es dann los und nach knapp 2 Stunden Fiesta in den Bungalows haben wir uns dann in das Zentrum von Mazamitla aufgemacht um hier mit der wilden Menge auf die Unabhängigkeit anzustoßen. Unglaublich war die Art und Weise wie wir von den Mexis in integriert wurden. Davon können sich viele Kulturen eine Scheibe abschneiden. Unsere 20-köpfige Gruppe war schnell in alle Himmelsrichtungen verteilt und wir schlossen neue Bekanntchaften mit den kuriosesten Menschen. Ob Taxifahrer, Bankdirektor oder Bettler, in dieser Nacht haben alle miteinander gefeiert.
Gegen vier Uhr nachts haben wir dann nur noch zu dritt den Heimweg angetreten, uns jedoch total verlaufen. Ein mexikaner der sich "Pancho" nannte hat uns dann freundlicherweise zu unseren Bungalows gefahren. Am nächsten Tag vor der Abreise zurück nach Guadalajara haben wir dann nochmal einen Abstecher ins Zentrum gemacht um uns die Stadt nochmal am Tage anzuschauen. Plötzlich wurden ich mit "ey, Alemán! Alemán!" von der Seite angeschrien. "Pancho" kam mit offenen Armen auf mich zu gelaufen und hat mich direkt in eine Bar gezogen. Hier musste ich dann erstmal eine Cerveza mit ihm trinken. Aber so ist das hier ständig. Alle möglichen Leute mit denen man sich mal unterhalten hat oder die mal einen der Mitbewohner besucht haben, kommen in der Uni oder auf der Straße auf einen zu und fangen Gespräche mit einem an auch wenn man selber keinen blassen Schimmer hat, wer eigentlich vor einem steht.
Die Heimfahrt ging dann zum Glück deutlich schneller, es ging ja schließlich die ganzen Berge wieder hinab. Und nach knapp drei Stunden war es dann geschafft.
Vorwort
Hola a todos!
Ich (Jan) werde vom 26.07.2012 bis in den März 2013 ein Auslandssemester in Guadalajara, Mexiko absolvieren. Da ich nicht die kostbare Zeit in Mexiko mit Mails und Facebook verbringen möchte, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht all meine Freunde, Bekannte und meine Familie auf dem Laufenden zu halten. Und so bin ich auf die Idee gekommen, einfach meine Erfahrungen und Erlebnisse in einem Blog zu bündeln.
Ich wünsche euch allen viel Spass beim Lesen und falls bei dem ein oder anderen das Fernweh geweckt wird, steht meine Tür für spontane Besuche immer offen.
Saludos!
Ich (Jan) werde vom 26.07.2012 bis in den März 2013 ein Auslandssemester in Guadalajara, Mexiko absolvieren. Da ich nicht die kostbare Zeit in Mexiko mit Mails und Facebook verbringen möchte, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht all meine Freunde, Bekannte und meine Familie auf dem Laufenden zu halten. Und so bin ich auf die Idee gekommen, einfach meine Erfahrungen und Erlebnisse in einem Blog zu bündeln.
Ich wünsche euch allen viel Spass beim Lesen und falls bei dem ein oder anderen das Fernweh geweckt wird, steht meine Tür für spontane Besuche immer offen.
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